Schwechat, 14. Oktober 2026 – Das ESA Phi-Lab Austria am Flughafen Wien-Schwechat soll weitergeführt werden und alle dafür notwendigen Schritte sind in der Planung. Damit soll der erfolgreiche Weg fortgesetzt werden, hochinnovative Weltraumtechnologien schneller vom Prototyp in die industrielle Fertigung und auf den internationalen Markt zu bringen.
„Mit einer Fortführung des ESA Phi-Lab Austria schaffen wir langfristige Perspektiven für hochinnovative Raumfahrtprojekte aus Österreich und Europa. Gleichzeitig stärken wir Niederösterreich als Forschungs-, Technologie- und Wirtschaftsstandort und bauen den Space Hub am Flughafen Wien-Schwechat konsequent weiter aus“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. „Unser Ziel ist klar: Aus Forschung sollen Anwendungen, aus guten Ideen erfolgreiche Produkte und daraus Wertschöpfung und hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen.“
Das ESA Phi-Lab Austria wurde 2024 als erstes ESA Phi-Lab Europas eröffnet und hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem wichtigen Zentrum für die Industrialisierung europäischer Raumfahrttechnologien entwickelt. Vier Ausschreibungsrunden brachten mehr als 150 Einreichungen aus ganz Europa. 13 Hightech-Projekte wurden bisher in das Programm aufgenommen, am Standort wurden mehr als 75 neue Arbeitsplätze geschaffen. Drei Projekte – GATE Space, R-Space und Peak Technology – haben das Programm bereits erfolgreich abgeschlossen.
"Weltraumforschung steckt in unserem Alltag: in der Navigation am Handy, im Wetterbericht und in den Hochwasserwarnungen für Feuerwehr und Rettung. Deshalb hat mein Ministerium rund 10 Millionen Euro in das ESA Phi-Lab Austria investiert. Hier entwickeln österreichische Betriebe genau diese Technik und bauen sie selbst, statt sie teuer im Ausland einzukaufen. Und es sind dadurch auch mehr als 75 gut bezahlte Arbeitsplätze entstanden. Das ist gut eingesetztes Steuergeld, weil am Ende alle etwas davon haben“, betont Bundesminister Peter Hanke.
Im Mittelpunkt der kommenden Jahre steht weiterhin der Ansatz „Industrialisation by Design“. Bereits bei der Entwicklung neuer Technologien wird berücksichtigt, wie Systeme standardisiert, modular aufgebaut und später in industriellen Kleinserien produziert werden können. Die 2026 eröffnete Space Factory bietet dafür Entwicklungs-, Prototyping- und Testinfrastruktur direkt am Standort und ergänzt damit das Angebot des ESA Phi-Lab Austria.
„Als Österreicher bin ich stolz auf das, was hier entsteht. Im Phi-Lab kommen Forschung, Unternehmen und Investoren zusammen, damit aus guten Ideen echte Technologien und neue Geschäfte werden. Genau das muss Europa jetzt besser können: Ideen nicht nur entwickeln, sondern sie schneller auf den Markt bringen und wachsen lassen. Österreich zeigt, wie es geht. Und mit der Fortführung bis 2031 können wir genau darauf aufbauen“, sagt Josef Aschbacher, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).
Die Dynamik am Standort zeigt sich auch in der wachsenden Zahl an Unternehmen und Projekten. Mittlerweile sind zehn Raumfahrtunternehmen am Space Hub angesiedelt. Mit ORION-AI und IP-MASS kommen weitere Projekte direkt an den Standort Flughafen Wien-Schwechat. ORION-AI von LeoTrek AI und R-Space entwickelt eine standardisierte Plattform für KI-basierte Datenverarbeitung direkt an Bord von Satelliten. IP-MASS von Horizon Microtechnologies und Fraunhofer Austria verbindet 3D-Druck und Metallisierung für leichte, automatisiert und kostengünstiger herstellbare Abschirmgehäuse. Die Industrieallianz "Tempus Porta" soll künftig die Kompetenzen von GATE Space und TTTech mit dem Ziel bündeln, künftig komplette Satellitenplattformen in Österreich entwickeln und bauen zu können.
„Weltraumforschung bringt unser Land an die Spitze und schafft nicht nur neues Wissen, sondern ganz konkrete Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit. Technologien, die heute im All entwickelt werden, finden morgen Anwendung in unserem Alltag.